Erdgas

Erdgas ist ein farb- und geruchloser Energieträger, ein brennbares Naturgas, dessen Vorkommen unterirdisch ist. In Ländern wie Deutschland wird Erdgas erst seit etwa 20 Jahren als Brennstoff anstelle des aus Kohle gewonnen Gases genutzt. Die Förderung ist weniger aufwendig als bei Öl da Erdgas leichter als Luft ist und quasi von alleine aus den Lagerstätten nach oben steigt. Dafür sind Transport, Aufbewahrung und Distribution von Erdgas mit sehr viel größerem Aufwand und höheren Kosten verbunden, da Erdgas hierfür zunächst verflüssigt und später wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden muss.


Zurzeit deckt Erdgas rund 25% des weltweiten Energieverbrauchs ab und liegt dabei etwa auf einer Höhe mit Kohle, aber deutlich hinter Erdöl, das knapp 40 Prozent abdeckt. Erdgas als fossiler Energieträger dient primär der Beheizung von Wohn- und Gewerberäumlichkeiten und als Energie für industrielle Prozesse. Darüber hinaus kommt Erdgas als Treibstoff für Kraftfahrzeuge sowie als Reaktionspartner in chemischen Prozessen zur Anwendung.

Der wichtigste Handelsplatz für Erdgas ist die New York Mercantile Exchange (NYMEX). Der dort gehandelte Henry Hub Natural Gas Future bezieht sich auf Erdgas zur Auslieferung an dem wichtigen Pipeline-Knotenpunkt Henry Hub in Louisiana.

Auf den regional geprägten Erdgas-Märkten hängen Angebot und Nachfrage von Erdgas unmittelbar von den jeweiligen klimatischen Bedingungen in den Haupt-Nachfrage-Monaten während der Heizsaison ab. In Deutschland wurden im Jahre 2010 96,26 Mrd. m3 Erdgas verbraucht. Ein Fünftel dieser Erdgasmenge wird in Deutschland selber gefördert. Das restliche Erdgas kommt aus Russland, Norwegen und den Niederlanden.